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Animal Trust Center · DNA-Programme

DNA-Programme: DNA-Informationen für eine ganze Tierpopulation nutzen

DNA-Programme dienen der Etablierung und Nutzung von DNA-Informationen innerhalb der Tiere einer bestimmten Population. Je nach Ausgangslage und Motivation realisiert generatio die verschiedensten Zielsetzungen – von der langfristigen Abstammungssicherung für Zuchtvereine über dezentrale, offene Programme bis zu Programmen für wissenschaftliche Fragestellungen.

Programmkonzepte

Je nach Ausgangslage und Zielsetzung stehen bei generatio drei Programmkonzepte zur Verfügung – von der straff organisierten Zuchtvereinspopulation über dezentrale, offene Programme bis zur Organisation von Tieren für konkrete Forschungsfragen.

Zuchtvereine

Programme der Zuchtvereine

Bei Programmen der Zuchtvereine liegt der Schwerpunkt in der langfristigen Sicherstellung von Identität und Abstammung. Ergänzend finden Untersuchungen zu Anlagen (Erbkrankheiten und Eigenschaften) statt, die sich an den Anforderungen der jeweiligen Rasse orientieren. Vollständige Programme nutzen die Module Nachkommenerfassung, Zuchttiererfassung/-typisierung und Abstammungsbeurteilung.

Offen

Offene Programme

Unsere dezentralen, offenen DNA-Programme sind für alle Tierhalter und Züchter konzipiert, die keinem Zuchtverein angehören, aber ihr Tier trotzdem in eine Population einbringen wollen – ohne zentrale Geschäftsstelle und ohne Organisatoren. Die wichtigsten Anwendungsbeispiele sind Abstammungsbeurteilung und Partnersuche: Sind Elterntiere im selben offenen Programm eingeschrieben, stehen ihre Profile für die Beurteilung bzw. Suche zur Verfügung.

Forschung

Wissenschaftliche Programme

Programme zu wissenschaftlichen Fragestellungen helfen, die beteiligten Tiere unabhängig von Standort und Verbandszugehörigkeit zu organisieren, die Besitzer einzubinden und die erzielten Daten den Teilnehmern zur Verfügung zu stellen. Grundlage ist die Internet-Plattform Animal Trust Center: Besitzer erhalten Zugang zur Online-Tierakte ihrer Tiere und können über Fragebögen direkt zur Studie beitragen.

Module der Programme

In DNA-Programmen stehen uns verschiedene Basismodule zur Verfügung, die sich je nach Zielsetzung eines Programms kombinieren lassen.

Modul 1

Nachkommenerfassung

Bei Hundezuchtvereinen werden alle Welpen bei der Wurfabnahme im Rahmen des Chippens mit unseren GOcards beprobt. Die Welpenproben können sofort untersucht oder bis zur Verwendung eingelagert werden.

Modul 2

Zuchttiererfassung/-Typisierung

Die Erfassung der aktuellen Zuchttiere mittels Referenzproben und daraus erstellten DNA-Identitäten ist üblicherweise der Einstieg in ein fortlaufendes DNA-Programm. Diese Tiere bilden die Ausgangspopulation, ab der alle Nachkommen DNA-gesichert sind. Manche Zuchtvereine führen die Zuchttiererfassung auch im laufenden Programm stichprobenweise fort – etwa bei Tieren, die einem Körrichter oder Tierarzt vorgestellt werden.

Modul 3

DNA-Tests

Bei den meisten Zuchtvereinen sind zur Zuchtzulassung verpflichtende DNA-Untersuchungen vorgeschrieben – welche, hängt von Zuchtverein und Rasse ab. Bei Programmen mit Nachkommenerfassung kann dafür die archivierte Probe herangezogen werden, sodass keine erneute Probenentnahme nötig ist.

Modul 4

Tierdatenerhebung

Im Abschnitt „Tagebuch“ der Online-Tierakte stehen verschiedene Erfassungsmasken zur Verfügung, aus denen eine fortlaufende, dem Tier zugeordnete Chronik entsteht – etwa für allgemeine und spezielle Gesundheits- bzw. Krankheitsdaten.

Beispielhafte Programme

Ein Auszug aus den DNA-Programmen, die generatio für Zuchtvereine, Forschungsvorhaben und offene Populationen begleitet.

Offen

Offene Programme

  • Alpaka
  • Golden Retriever
  • Labrador Retriever

Eigenes DNA-Programm starten

DNA-Programme von generatio koordinieren die sonst isolierten Anstrengungen einzelner Tierbesitzer zu weitgehend sich selbst organisierenden „Communities“, die einen gemeinsamen Datenbestand aufbauen und nutzen können, der ansonsten nie verfügbar geworden wäre.

Typische Inhalte eines DNA-Programms

  • Kontinuierliche Beprobung aller Nachkommen zur Rückverfolgbarkeit und als Basis von DNA-Untersuchungen
  • Identitäts-Typisierung aller Zuchttiere
  • Abstammungsnachweis durch DNA-Vergleich
  • Identifizierung der Segregation von Mutationen bei zuchtrelevanten Erbkrankheiten
  • Unterstützung der Wissenschaft durch zusätzliche Proben der Zuchttiere